Die Bärlauchsaison 2017 ist eröffnet

Verwandt mit Knoblauch, Lauch, Gartenzwiebel und Schnittlauch

Jedes Jahr im März beginnt die Saison dieses leckeren Wildkrauts: dem Bärlauch.

In diesem Jahr ist der Bärlauch etwas später dran, im letzten Jahr hatten wir schon Ende Februar ernten können. Dieses Jahr ist es Mitte März geworden bis sich das herrliche Grün durch die Blätterschicht gedrängt hat.

Bei uns in der Fränkischen gibt es zahlreiche Orte mit reichem Vorkommen. Aber auch in Privatgärten kommt er häufig vor. Gerade die noch frischen und kleineren Blättchen enthalten die ganze Vielfalt an Wirkstoffen. Im Bärlauch sind viele gesunde Stoffe enthalten und er eignet sich hervorragend für eine Frühjahrskur.

Im Internet wird auf den meisten Seiten als Erstes auf die Verwechslungsgefahr mit der Herbstzeitlosen, dem Aaronstab und dem Maiglöckchen hingewiesen.

Klar sollte sein:
Wildkräuter niemals sammeln ohne Kenntnisse. Also mal am besten mal einen Kurs besuchen bei einer Kräuterkundigen wie z.B. Brigitte Addington, Marion Reinhardt oder Jutta Satorius, die hier in der Region Kräuterwanderungen anbieten.

Und dann ist das Verwechseln sehr unwahrscheinlich. Ich pflücke jedes Blatt einzeln und spüre damit sehr genau den Stil und die Weichheit des Blattes. Gerade der Aaronstab sieht schon sehr unterschiedlich aus, dieser wächst auch zahlreich dort, wo ich gerne ernte und ist sofort auch anhand seines dunkleren Grüns und seiner runderen Form erkennbar.

Einen ganzen Wald mit Bärlauch zu entdecken, vor allem, wenn er dann im April in der Blüte steht, ist so ein wundervoller Anblick. Wer eine gute Nase hat, kann den Weg dorthin auch erschnuppern.

Die Inhaltsstoffe von Bärlauch sind vor allem schwefelhaltige ätherische Öle. Die medizinische Wirksamkeit ist wie bei so vielen Kräutern nicht voll erforscht. Die Wirksamkeit ist eine Erfahrungskunde, die über die Generationen weitergegeben wurde. Bärlauch kann für bessere Fließeigenschaften des Blutes sorgen und kann Gärung und Fäulnis im Darm verringern, weshalb er gerade als Darmkur sehr gut geeignet ist. 

Machen Sie doch einfach mit und bereichern Ihr Gemüse die nächsten Wochen auch mit Bärlauch, den es bald auch auf dem Markt und in den Supermärkten zu kaufen gibt.

Bei mir kommt der frisch gesammelte Bärlauch zusammen mit dem qualitativ hochwertigen Olivenöl von Lucie (Marktplatz Erlangen) und gutem Steinsalz in den Thermomix oder Hochleistungsmixer (dann wird er noch cremiger und bekommt eine wunderbar hellgrüne Farbe), wird fein püriert und dann in Gläser abgefüllt.

Zur Zeit gibt es bei mir nach wie vor Saisonbedingt viel Karotten, Wirsing, Spitzkohl, Zwiebeln und Kartoffeln als warme Hauptmahlzeit. Dekoriert wird dieses Essen täglich mit mind. 2-3 gute gehäuften Eßlöffeln Bärlauchpesto. Sehr lecker auch zu Sellerieschnitzeln mit oder ohne Ei.

Und wenn ich unter Menschen komme, weise ich immer freundlich daraufhin, dass sich um mich herum in den nächsten 6 Wochen eine zarte Bärlauchwolke befindet ... und natürlich auch darauf wie gesund das ist. Guten Appetit!





Aktuell Thema Aronstab: Posting auf facebook (16.04.2017)

Jemand hat über einen der bekannten Discounter Bärlauch gekauft und mehrere Aronstabblätter darin entdeckt vor dem Verarbeiten. Aronstab ist sehr giftig. Es ist ein Unding, dass so etwas passiert. Um Profit damit zu machen, wird der Bärlauch mit der Sichel geerntet ohne jedes einzelne Blatt anzuschauen, dabei können sich sehr leicht andere Blätter darunter mischen. Der Aronstab ist dunkler und wenn einzeln geerntet, deutlich zu erkennen mit den Zipfelchen re und li am Blattende.

Daher ist selber ernten nach einem Kräuterkurs die bessere Wahl, um Bärlauch anschließend Sorgenfrei genießen zu können.

Tipp: Gekauften Bärlauch immer einzeln durchschauen nach Fremdblättern!